Thrombose erkennen



Thrombose erkennenEine Thrombose erkennen und frühzeitig behandeln ist für die Patienten essenziell, aber nicht einfach. Vielfach verläuft die Erkrankung lange symptomlos, nach den ersten diffusen Anzeichen gibt manchmal erst das Blutbild Auskunft über die entstandene Thrombose. Die häufigsten Thrombosen bilden sich in der Schwangerschaft und im Bein.

Thrombose in der Schwangerschaft



Bei Frauen in der Schwangerschaft ist das Risiko einer Thrombosenentstehung etwa fünfmal höher als bei der übrigen Bevölkerung. Ursächlich hierfür ist der veränderte Stoffwechsel, zudem erhöht die wachsende Gebärmutter allmählich den Druck auf die Beckenvenen. Frauen, die schon einmal eine Thrombose hatten, Diabetiker, übergewichtig oder erblich vorbelastet sind, sollten besonders achtsam sein. Durch folgende Anzeichen können Schwangere eine Thrombose erkennen:
  • ein anschwellendes, schmerzendes Bein
  • Spannungsgefühl
  • Schwellungen und Schweregefühl
  • Schmerzen beim Gehen und Sitzen
  • Wärmegefühl am Fußknöchel
  • Spannungsgefühl in der Kniekehle, das bei Hochlagerung deutlich nachlässt
  • Überwärmung geschwollener Gliedmaßen
Bei diesen Anzeichen sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden. Dieser wird, um die Thrombose zu behandeln, zunächst ein Blut verdünnendes Medikament geben, auch lässt sich mit einem Kernspin oder Ultraschall in der Regel sofort eine Thrombose erkennen. In der Folge trägt die Patientin Thrombose-Strümpfe. Die das Blut verdünnenden Medikamente, die bei Thrombosepatienten normalerweise über lange Zeit verabreicht werden, setzen die Ärzte vor der Geburt gern ab, weil ansonsten zwangsläufig Komplikationen beim Blutverlust des Geburtsvorganges zu erwarten sind. Zur Vorbeugung gegen Thrombose können Frauen, die zu der entsprechenden Risikoschwangerschaft tendieren könnten, verschiedene Maßnahmen ergreifen:
  • ausreichende Bewegung
  • viel trinken
  • regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen inklusive Blutbild
  • Heparin zur Blutverdünnung ab der 12. Schwangerschaftswoche
  • vorsorgliches Tragen von Thrombosestrümpfen
Achtung: Schwangere sind häufig betroffenNeben der Thrombose im Bein sind Schwangere überdurchschnittlich oft von einer Beckenvenenthrombose betroffen, die zwar nicht so häufig auftritt wie die Beinthrombose, aber gefährlicher sein kann. Die Gefäße sind größer, was das Lungenembolierisiko kurz nach der Geburt erhöht. Die Schmerzen und Symptome ähneln denen der Beinthrombose, treten aber gehäuft im Beckenbereich auf.

Thrombosediagnostik über das Blut



Bestimmung mit BlutbildDa es für Thrombosen keine sicheren Indizien gibt, versuchen die Ärzte neben der Ultraschall- und Sonaruntersuchung meist eine Bestimmung über das Blutbild. Hierbei sind im Labor recht gut Fibrinspaltprodukte nachzuweisen, die ein Abbauprodukt von Thromben darstellen. Das Labor führt dazu einen sogenannten D-Dimer-Test durch, der bei negativem Ergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent die Thrombose ausschließen kann. Dieser Test weist D-Dimere als Fibrin-Spaltprodukte nach, die sich nach der Entstehung eines Thrombus bilden. Das Verfahren wirkt in der oberflächlichen Beschreibung bestechend genau, die Ergebnisse hängen allerdings sehr stark von der Methodik ab und liegen auch nicht sofort vor, weshalb Ultraschall und Sonografie die diagnostischen Methoden der Wahl sind. Schließlich geht es darum, die Thrombose schnellstmöglich zu behandeln.



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