Thrombose im Arm



Thrombose im ArmEine Thrombose - ein Blutgerinnsel - tritt vorwiegend in den tiefen Bein- oder Beckenvenen auf, es gibt sie aber auch im Auge, in der Herzhöhle und als Thrombose im Arm. Man spricht hier vom Paget-von-Schroetter-Syndrom (Arm- und Schultergürtelvenenthrombose), das etwas zwei Prozent aller Thrombosen ausmacht und hauptsächlich den rechten Arm betrifft. Dort schmerzt sie bisweilen bei anschwellendem Arm sehr stark, auch treten die betroffenen Venen hervor, sie kann aber auch symptomlos bleiben. Die Symptome, Ursache und Behandlung der Armthrombose unterscheiden sich prinzipiell nicht von der Thrombose im Bein.

Symptome der Thrombose im Arm



Typische Thrombose-AnzeichenEine Mehrzahl der Patienten bleibt schmerzfrei, zu beobachten sind allenfalls der anschwellende Arm bei gleichzeitiger Verfärbung (rot bis blau), wobei die Oberflächenvenen sichtbar und die Haut fleckig werden. Die Flecken zeigen die Bildung von Umgehungskreisläufen an. Weitere Symptome sind ein Spannungsgefühl und ein Druck in der Achsel. Sollte sich der Thrombus lösen und eine Lungenembolie auslösen, so treten plötzliche Brustschmerzen und Atemnot auf. Die Gefahr besteht bei Armthrombosen dadurch, dass der Weg zu Lunge und Herz kürzer ist.

Ursache der Armthrombose



Neben den allgemeinen Ursachen von Thrombosen, also einer Verlangsamung des Blutflusses bei gleichzeitiger Gefäßveränderung und der Umstellung der Blutgerinnung ist bei der Armthrombose vielfach keine eindeutige Ursache zu identifizieren. Da die Betroffenen vielfach jüngere, sportliche Männer sind und die Schlüsselbeinvene zwischen erster Vene und Schlüsselbein fixiert ist, vermutet man mechanische Verletzungen als hauptursächlich. Häufig folgt die Armthrombose dem Thoracic-outlet-Syndrom, einer Engstellung der Venen durch Muskeln und Knochen nach Überdehnung und Mikrofrakturen, die ansonsten unbemerkt entstehen und ausheilen. Die Thrombose par effort entsteht typischerweise durch eine forcierte Belastung des Arms beim Sport (Tennis, Gewichtheben) oder Über-Kopf-Arbeiten wie Deckenstreichen. Selbst im Schlaf oder beim Autofahren können Armvenen dauerhaft komprimiert werden, was unter Umständen die Armthrombose auslöst.

Behandlung einer Thrombose im Arm



Wichtige Informationen darüber wie eine Armthrombose behandelt werden kannDie Diagnose wird mittels Phlebographie (Kontrastmittel) oder Ultraschall gestellt, danach verabreicht der Arzt unmittelbar Blut verdünnende Medikamente, was in der ersten bis zweiten Woche nach Entstehung des Armthrombus erfolgreich sein kann. Danach beziehungsweise bei großen, harten Thromben müssen diese chirurgisch entfernt werden, auch Bypässe können sich erforderlich machen. Zudem kommen die Patienten um das Tragen eines Kompressionsstrumpfes (wie auch bei einer Beinthrombose) nicht herum. Im Übrigen setzt die Behandlung auf eine Kombination von Kompression, medikamentöser Therapie und chirurgischer Entfernung, wenn der Thrombus fassbar ist. Als Medikamente werden Antikoagulantien oder Lysemittel (in schweren Fällen) verabreicht. Der Thrombus kann durch einen Katheter lokal gelöst werden, diese Methode ist aber nicht ungefährlich, es könnte zu einer Lungenembolie kommen. Der Verlauf einer Armthrombose ist ansonsten meist günstig, die Lungenembolierate liegt normalerweise bei etwa drei Prozent.



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