Thrombose im Auge



Eine Thrombose im Auge kann sehr gefährlich seinEine Thrombose im Auge ist eine Venenverstopfung der zur Netzhaut führenden Vene, die zweithäufigste Ursache von Augengefäßerkrankungen. Die Symptome sind zunächst eine Einschränkung des Sehfeldes, es ist nur ein Auge betroffen, bei fortschreitendem Verlauf kann auf diesem Auge Erblindung (auch vorübergehend) eintreten. Aufgrund der Einseitigkeit muss zunächst diagnostiziert werden, ob es sich um Augenthrombose oder Schlaganfall handelt, denn Letzterer führt ebenfalls zur einseitigen Gesichtsfeldeinengung. Eine rasche Behandlung kann die Sehkraft retten, eine sehr neue Methode ist die Einführung eines Kortison abgebenden Implants (Ozurdex®), das mit einer Spritze ins Auge eingeführt wird.

Symptome der Thrombose im Auge



Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Patient schmerzfrei bleibt und lediglich einen eingeschränkten Blickwinkel registriert. Da das auch Schlaganfall-Symptome sind und ohnehin ein eingeschränkter Blickwinkel als sehr beunruhigend konstatiert wird, suchen die Betroffenen meist freiwillig den Arzt auf, aber nicht immer. Es gibt Menschen, die mit der Einschränkung über Jahrzehnte leben und gelegentlich - vor allem in höherem Alter - stürzen, weil sie Hindernisse auf dem Boden gar nicht sehen können. Wenn die Thrombose eine Ader komplett verschließt und die Blutversorgung des Auges damit unterbrochen wird, erblindet dieses vollkommen, aber in der Regel nur vorübergehend. Die Symptome unterscheiden sich insofern vom Schlaganfall, als dass dieser typische hälftige oder quadrantische (nicht: quadratische) Sehfeldeinengungen verursacht und von halbseitigen Lähmungen der Gliedmaßen begleitet wird.

Welche Ursache hat die Augenthrombose?



Thrombose im AugeWie jede Thrombose wird auch diejenige im Auge durch die Blutkonsistenz inklusive der Gerinnungsfaktoren beeinflusst, sie ist daher medikamentös zu behandeln. Hoher Augeninnendruck, Bluthochdruck (75% der Fälle), Diabetes, Schlafapnoe und Leukämie begünstigen die Krankheit. Das Blut staut sich in der Vene und baut Überdruck auf, die Netzhautvenen im Auge verstopfen und verursachen schließlich eine sichtbare Einblutung. Die Sauerstoffversorgung der Netzhaut sinkt teilweise bis auf null, das ist die Ursache für die Sehausfälle. Daher sollte recht schnell gehandelt werden, denn schlimmstenfalls entstehen Gefäßwucherungen, die Netzhaut erleidet einen Dauerschaden, der Patient sieht danach nie wieder richtig.

Behandlung der Thrombose im Auge



Gute Chancen bei einer Behandlung innerhalb von 6 StundenInnerhalb von sechs Stunden nach den ersten Anzeichen birgt jede Behandlung sehr gute Heilungschancen, die auf Blut verdünnende Medikamente (Hämodilution) setzt. Auch Operationen sind möglich, kleine Schnitte regen die Durchblutung an und lösen das Blutgerinnsel (Radiäre Optikoneurotomie). Die Behandlung mit einer Spritze und dem Ozurdex®-Implantat wird seit 2010 angewendet, die Spritze wird hierbei nach örtlicher Betäubung direkt in das Auge eingeführt. Das Implantat gibt über Monate Kortison ab und gilt als sehr nebenwirkungsarm. Vor jeder Behandlung entscheidet der Arzt, ob es sich um Thrombose oder Schlaganfall handelt, wobei Letzterer Sehstörungen verursacht, bei denen glatt die Hälfte des oder ein Viertel (Quadrant) des Bildes nicht mehr sichtbar sind (wie schwarz überdeckt). Das lässt sich von einer Augenthrombose recht gut abgrenzen.



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